Indiebookday 2014

Jetzt aber! Am Samstag war Indiebookday – eine ganz zauberhafte Initiative, um Büchern aus kleinen, unabhängigen Verlagen ein bißchen mehr von der Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, die sie zweifelsohne verdienen.
Initiert wurde der Indiebookday vom mairisch-Verlag und die Idee dahinter ist folgende (schonmal für nächstes Jahr erklärt): Am betreffenden Tag geht ihr in einen (am besten natürlich auch kleinen und unabhängigen) Buchladen eurer Wahl, kauft euch ein oder mehrere Bücher aus einem kleinen, unabhängigen Verlag und postet ein Foto des Buchcovers oder ein Foto von euch mit dem Buch (oder ein Foto von euch vor dem Buchladen mit dem Buch etc. pp) in den sozialen Netzwerken eurer Wahl unter dem Stichwort Indiebookday.

 
Mein Indiebookday 2014:
Letztes Jahr von der Idee gehört, wollte ich dieses Mal unbedingt mitmachen.
Die erste Frage, an der ich hängenblieb: Was genau ist überhaupt ein kleiner, unabhängiger Verlag? Zum Glück gibt es im Internet Menschen, die das einem z.B. hier erklären.
Als ich langsam durch die Liste dort scrollte, fielen mir zwei Sachen auf – erstens: obwohl bücherinteressiert in dem Sinne, dass ich gerne auch Sachen abseits des Mainstreams lese (die mir oft sogar aus Gründen, die einen eigenen Blogpost wert wären, sehr viel lieber sind), kannte ich von den dort aufgezählten Verlagen nur.. äh.. sehr wenige.
Zweitens: Die Edition Nautilus gehört ja auch dazu! Ich habe von denen nicht überproportional viele, aber doch einige Bücher im Regal und hätte Nautilus intuitiv sehr viel größer eingeschätzt, als sie wohl tatsächlich sind. Mit der Entdeckung dieses Verlages auf dieser Liste war auch prompt meine zweite Frage gelöst, für die ich etwas ausholen muss:
Ich führe gerne Listen, nicht unbedingt to-do-Listen, sondern Listen, die da heißen „Bücher, die ich gerne mal lesen möchte“, „Musik, die ich mir mal anhören möchte“, „Filme, die ich gerne sehen würde“ usw. Quasi das .odt-Pendant zum Amazon-Wunschzettel. Jetzt dachte ich mir, mensch, jetzt hast du doch da diese Bücherliste, mh, musst du jetzt auf Gedeih und Verderb irgendein zusätzliches Buch kaufen, nur weil es aus einem kleinem, unabhängigen Verlag ist? Muss ich nicht. Folgende Exemplare standen schon ewig auf meiner Bücherliste, es fehlte im Prinzip nur der Anlass, sie zu kaufen:

 
indiebookday

 
Robert Brack: Blutsonntag
Am sogenannten Altonaer Blutsonntag kam es 1932 bei einem großen Aufmarsch der SA und SS durch das traditionell rote Altona bei Hamburg zu gewalttätigen Auseinandersetzungen mit 18 Toten.
Klara Schindler, selbstbewusste Reporterin und Kommunistin, deckt mithilfe eines verkrachten Kabarettisten, eines Straßenmädchens, eines Meisterdiebs und gegen die abwiegelnde Haltung ihrer eigenen Partei die Vertuschungen der Polizei auf und entschließt sich, ein Zeichen des Widerstands gegen den aufkommenden Nazismus zu setzen.
(Klappentext)
Hamburg 2010, Edition Nautilus, ISBN 978-3-89401-728-6

Laurie Penny: Fleischmarkt. Weibliche Körper im Kapitalismus
Fleischmarkt ist ein Stück feministischer Dialektik, das den Körper der Frau als sexuellen Stützpunkt des kapitalistischen Kannibalismus offenlegt.
Laurie Penny, Angry Young Woman und Star der englischen Bloggerszene, legt die versteckten Strukturen der Verdinglichung bloß, die den Marktstrategien zugrunde liegen.
(Klappentext)
übersetzt von Susanne von Somm
Hamburg 2012, Edition Nautilus, ISBN 978-3-89401-755-2
Original: Meat Market. Female Flesh under Capitalism, zero books 2011

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Über bottleberry

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